Hochzeitsrede Bräutigam: Danksagung an die Gäste

Eine Hochzeit ist ein traditionelles Fest, das eine lange Geschichte hat. Seit dem 16. Jahrhundert ist es in der katholischen Kirche üblich, die Beziehung zweier Menschen mit einem Ehevertrag zu besiegeln. Dadurch erhielten sie die offizielle Legitimation zum Geschlechtsverkehr. Doch die großen Hochzeitsfeiern gab es schon lange vorher; bereits im alten Rom und im antiken Griechenland und noch vorher wurden Vermählungen feierlich begangen. Die Tradition sollte sich im Mittelalter fortsetzen und bis heute Bestand haben. Dabei sind jede Menge Bräuche entstanden, die meistens religiöse Hintergründe haben. Ziel dabei ist es, Glück für das Brautpaar zu beschwören und böse Geister abzuwehren.
Noch heute ist der Ablauf einer Hochzeit relativ genau festgelegt, auch wenn der Ablauf natürlich vollkommen in den Händen des Brautpaares liegt. Bedingung für die Heirat ist die standesamtliche Trauung, ohne die kein Paar vor dem Gesetz als verheiratet gilt. Soll noch eine kirchliche Trauung erfolgen, so steht es dem Paar frei, diese auf den gleichen oder auf einen anderen Tag zu legen. Anschließend mieten die meisten Brautpaare einen Saal, um mit den Gästen zu feiern. Dort gibt es ein Büffet, oder es wird Essen an den Tischen serviert. Nach dem Dinner läutet das Brautpaar meistens den Tanz ein, der oft bis in die frühen Morgenstunden geht.
Unbedingt zu einer Feier gehört die Hochzeitsrede des Bräutigams. Diese wird meistens während des Essens gehalten, etwa nach 30-45 Minuten, wenn alle Gäste ihren Platz gefunden und ihren Magen schon etwas gefüllt haben. Bei der Rede geht es darum, sich bei den Gästen zu bedanken, sich an die Braut zu wenden und seinen Gefühle über den besonderen Tag Ausdruck zu verleihen. Wichtig ist, dass die Rede emotional und authentisch ist und nicht etwa trocken und distanziert. Schließlich soll sie dem besonderen Anlass, der für das Brautpaar und auch für viele der Gäste unvergessen bleibt, gerecht zu werden. Um die Rede angemessen zu präsentieren, empfiehlt es sich für den Bräutigam, sie hinreichend vorzubereiten. Er sollte sich über den Inhalt Gedanken machen, aber auch über die Präsentation.
Der Beginn der Rede sollte aus einer Anrede an alle Anwesenden mit direkter Nennung der wichtigsten Personen bestehen. Daraufhin drückt der Bräutigam allen Gästen seinen Dank aus. Dies richtet sich ganz besonders an die engen Freunde und Verwandten, die bei den Vorbereitungen geholfen haben, aber auch an alle anderen, die das Fest durch ihre Anwesenheit möglich machen. Im Hauptteil geht es dann darum, persönlicher zu werden und intensiver auf einzelne Personen einzugehen. Dazu kann der Bräutigam beispielsweise erklären, weshlab er seine Braut liebt, wie sie durch die Familien unterstützt wurden und ähnliches. Hierzu gehört immer etwas Improvisation, da sich der Ausdruck von Emotionen schwer vorbereiten lässt. Gleichzeitig muss der Redner aufpassen, dass er die Rede nicht zu sehr ausschweifen lässt, sondern bald ein Ende findet. Auf keinen Fall sollte die Ansprache länger als drei bis fünf Minuten dauern. Zum Abschluss bietet es sich an, die Gäste zum Anstoßen aufzufordern. Dabei ist das Wort “Prost” dem Anlass unangemessen, besser kommen Sprüche wie “Auf einen schönen Abend”, “Auf Euch” oder “Auf uns alle”. Damit werden die Gäste der Feier überlassen.
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