Der Trauzeuge: Rede, Moderation und Unterstützung

Veröffentlicht am Montag - 02. Jan 2012  von Kathrin Hoch   
Der Trauzeuge: Rede, Moderation und Unterstützung
trauzeuge rede

In der Regel gibt es bei einer Hochzeit sogar mehrere Reden, die traditionell in einer bestimmten Reihenfolge gehalten werden. Vor dem Hauptgang oder auch dem Sektempfang sprechen die Brauteltern. Dann folgen die Eltern des Bräutigams – meist nach dem Hauptgang – und dann sind die Trauzeugen an der Reihe. Diese sind eigentlich nur noch in der katholischen Kirche Pflicht, denn bei standesamtlichen und evangelischen Trauungen sind seit 1998 keine Trauzeugen mehr vorgeschrieben. Aber viele Paare halten an der Tradition fest. Zu den Aufgaben eines Trauzeugen gehört üblicherweise, dass er das Brautpaar während der gesamten Vor- und Nachbereitungen der Hochzeit unterstützt, am Tag selbst bei der Organisation hilft und zudem eine Rede hält. Dabei sind große Reden aber nicht jedermanns Sache, und manche tun sich sehr schwer damit. Die erste Hürde ist meist der Einstieg – ist dieser gefunden, muss der Redner darauf achten, dass er auf den Punkt kommt, und darf auch das Ende nicht außer Acht lassen. Insgesamt sollte der Trauzeuge 5, maximal 10 Minuten sprechen und sie im Vorfeld bereits mehrfach zu Hause laut vortragen.

Zu den Inhalten, die in keiner Hochzeitsrede fehlen dürfen, gehören beispielsweise die Anrede des Brautpaares sowie der Gäste und eine kurze eigene Vorstellung. Anschließend kann der Trauzeuge für die Einladung und vor allem für die ehrenvolle Aufgabe, die er übertragen bekommen hat, danken. Danach kann er auf eine lustige Art in die Rede einsteigen, indem er von den Vorbereitungen der Hochzeit und seinen Aufgaben berichtet und von der aufgeregten Braut oder dem nervösen Bräutigam erzählt. Damit hat er dann auch spielend die Überleitung zum Brautpaar geschaffen und kann ein paar Details aus dem Leben der Beiden – ihr Kennenlernen, Urlaubserlebnisse oder kleine witzige Anekdoten aus der Vergangenheit zum Besten geben, die er zudem mit eigenen Kommentaren untermalt. Gut ist es, wenn die Rede sowohl das Hochzeitspaar als auch die Gäste zum Schmunzeln oder zum Lachen, aber keines Falls in Verlegenheit bringt. Peinliches oder Beleidigendes gehört nicht in eine Trauzeugenrede. Zudem steht bei einer Hochzeit das Brautpaar im Mittelpunkt, weshalb der Redner schnell auf den Punkt kommen sollte: die Verbindung der Beiden und warum sie beispielsweise so gut zusammenpassen. Ein guter Abschluss, beziehungsweise Ausstieg aus der Rede gelingt meist, indem der Trauzeuge dann noch einmal auf sein Amt zurückkommt, sich für die wichtige Aufgabe bedankt und dem Paar seine Hilfe bei möglichen Problemen anbietet. Dann kann er dem Paar alles Gute sowie eine lange gemeinsame Zukunft wünschen und es gemeinsam mit allen Anwesenden in ein rauschendes Fest entlassen.

© Andreas F. – Fotolia.com

Weitere Infos

Kategorien:

Hinterlasse einen Kommentar